Es gibt Abende im Jahr, an denen Hundehalter:innen und ihre Hunde zu einem gemeinsamen Nervenbündel verschmelzen. Der 31. Dezember ist der König unter ihnen.
Wobei, genau genommen beginnt Silvester für Hundemenschen schon Mitte Dezember. Ab dann knallt es abends gelegentlich irgendwo hinter den Häusern, meistens genau in dem Moment, in dem man mit dem Hund am weitesten von der Haustür entfernt ist. Dass Feuerwerk der Kategorie F2 im Ortsgebiet in Österreich eigentlich verboten ist, scheint sich in manchen Innenhöfen noch nicht herumgesprochen zu haben.
Ich habe für diesen Zustand einen Namen gefunden, und weil ihn bisher niemand ins Wörterbuch aufgenommen hat, mache ich das hiermit selbst:
Böllerbereitschaft, die (Substantiv, weiblich): Zustand erhöhter Wachsamkeit bei Hundehalter:innen zwischen etwa 15. Dezember und 6. Jänner. Typische Symptome sind:
das reflexartige Kürzen der Leine beim Anblick von Jugendlichen mit Plastiksackerl,
die Fähigkeit, das Wort „Gassi“ mit der Uhrzeit des Sonnenuntergangs zu verrechnen,
ein inneres Archiv sämtlicher Nachbarn, die „letztes Jahr schon so viel geknallt haben“,
sowie das Gefühl, am 1. Jänner um 1:30 Uhr einen Marathon gelaufen zu sein, obwohl man die ganze Nacht auf dem Wohnzimmerboden gesessen ist.

Falls du dich wiedererkennst: Willkommen, du bist hier richtig. In diesem Artikel geht es darum, was deinem Hund an Silvester wirklich hilft, was du schon jetzt im November vorbereiten kannst, warum der Eierlikör im Kühlschrank bleibt und wie du dafür sorgst, dass dein Hund in dieser Nacht nicht zu den vielen Hunden gehört, die panisch davonlaufen.
Warum Silvester für viele Hunde so schlimm ist
Hunde hören deutlich besser als wir, vor allem in hohen Frequenzen. Ein Böller, der für uns laut ist, ist für einen Hund eine Explosion direkt neben dem Kopf.
Dazu kommt, dass Feuerwerk für einen Hund vollkommen unberechenbar ist. Es kommt aus allen Richtungen, ohne Vorwarnung, es blitzt, es riecht nach Schwefel, und es hört stundenlang nicht auf. Ein Gewitter zieht irgendwann vorbei, Silvester gefühlt nie.
Manche Hunde zucken einmal und schlafen weiter. Andere zittern, hecheln, verkriechen sich, wollen nicht mehr fressen oder versuchen in ihrer Panik aus der Wohnung oder aus dem Halsband zu kommen. Und viele Hunde, die als junge Hunde völlig entspannt waren, werden mit den Jahren empfindlicher, oft nach einem einzigen richtig schlimmen Erlebnis.
Es lohnt sich also auch dann, vorzusorgen, wenn dein Hund letztes Jahr „eh ganz gut“ war.
Woran du erkennst, dass dein Hund Angst hat
Panik ist leicht zu erkennen. Die leisen Anzeichen davor übersieht man aber gerne, besonders in einer Nacht, in der man selbst Gäste, Raclette und Bleigießen im Kopf hat. Achte auf:
- Hecheln, obwohl es nicht warm ist und dein Hund sich nicht bewegt hat
- eingezogene Rute, angelegte Ohren, großer weißer Rand in den Augen
- Zittern, Gähnen, häufiges Lecken über die Schnauze
- Rastloses Herumlaufen oder Verkriechen unter Bett, Tisch oder in die Dusche
- Futter oder Leckerlis werden verweigert
- Klammern an dir oder im Gegenteil: dein Hund lässt sich gar nicht mehr erreichen
Wenn dein Hund ein Leckerli verweigert, das er sonst nie ablehnen würde, ist er meistens schon ziemlich gestresst.
Was du jetzt im November schon vorbereiten kannst
Die gute Nachricht: Bis Silvester sind es noch knapp 2 Monate. Das ist genug Zeit, um deinem Hund den Abend spürbar leichter zu machen. Die weniger gute: Am 31. Dezember selbst ist es für das meiste davon zu spät.

1. Einen Rückzugsort einrichten, den dein Hund schon kennt
Viele Hunde suchen sich in Stressmomenten selbst einen Platz, oft im fensterlosen Badezimmer, unter dem Bett oder in einer Ecke im Vorzimmer. Schau, wohin dein Hund sich bei Gewitter oder Staubsauger zurückzieht, und mach genau diesen Ort jetzt schon gemütlich.
Eine Decke, die nach euch riecht, ein Wassernapf, vielleicht eine Box mit einer zweiten Decke darüber, damit es höhlenartig wird. Und dann verbringt dein Hund dort in den nächsten Wochen ganz normale, schöne Momente: Kauartikel, Nickerchen, Leckerlisuche.
So wird der Platz zu einem sicheren Ort, und nicht erst in der Nacht, in der alles kracht.
Wenn ihr schon mit Deckentraining arbeitet, ist das jetzt Gold wert. Wie das in 7 Schritten geht, haben wir hier aufgeschrieben: Deckentraining für Ruhe.
2. Geräusche in kleinen Dosen üben
Mit Feuerwerksgeräuschen aus dem Internet kannst du deinen Hund langsam an den Klang gewöhnen. Langsam heißt wirklich langsam: Du beginnst so leise, dass dein Hund gerade so hinhört, aber entspannt bleibt, und kombinierst das Geräusch mit etwas richtig Gutem, zum Beispiel seinem Abendessen oder einem besonderen Kauartikel.
Erst wenn er dabei völlig gelassen bleibt, wird es an einem anderen Tag ein kleines bisschen lauter.
Reagiert dein Hund ängstlich, warst du zu laut oder zu schnell, dann geht es einen Schritt zurück.
Ehrlich gesagt: Bei Hunden mit starker Geräuschangst reicht das allein selten. Ein Lautsprecher klingt eben anders als ein Böller, der vom Nachbarbalkon kommt. Trotzdem nimmt das Üben vielen Hunden einen Teil der Schreckreaktion, und du lernst nebenbei, die Körpersprache deines Hundes besser zu lesen.
Unser Tipp: Bei Hunden, die schon im Dezember auf jedes Knallen panisch reagieren, holt euch Unterstützung von einer Hundetrainerin, die auf Angst spezialisiert ist. Geräuschangst wird ohne Training mit den Jahren meistens schlimmer und selten von allein besser.
3. Mit der Tierärztin reden, und zwar jetzt
Für Hunde mit großer Angst gibt es Medikamente, die wirklich helfen können. Welche passen, hängt von deinem Hund, seinem Alter und seiner Gesundheit ab, und das kann nur eure Tierärztin entscheiden.
Wichtig ist der Zeitpunkt: Viele Tierärzt:innen empfehlen, ein Medikament einige Wochen vorher an einem ruhigen Tag zu testen, damit ihr seht, wie dein Hund darauf reagiert. Im Dezember sind die Termine knapp, also ruf lieber jetzt an.
Einen Punkt sprechen Tierärzt:innen dabei immer wieder an: Manche Beruhigungsmittel machen den Körper müde und schlapp, die Angst im Kopf bleibt aber gleich groß. Der Hund sieht dann ruhig aus und erlebt die Nacht trotzdem voller Panik, nur kann er es nicht mehr zeigen.
Frag also ruhig nach, wie das Mittel wirkt, das ihr bekommt. Und bitte gib deinem Hund niemals Medikamente aus deiner eigenen Hausapotheke.
4. Gehörschutz üben, falls du ihn verwenden willst
Gehörschutz für Hunde kann helfen. Er funktioniert allerdings nur bei Hunden, die ihn schon kennen. Ein Hund, der zum ersten Mal mitten im Lärm etwas Fremdes über die Ohren gezogen bekommt, hat danach zwei Probleme statt einem.
Gewöhn deinen Hund also in kleinen Schritten über mehrere Wochen daran, mit Leckerlis und ohne Druck. Und auch das Wattebausch-Hausmittel gehört vorher geübt, mit lockerer Watte, die nie tief ins Ohr gestopft wird.
Die Sache mit dem Eierlikör
Irgendwann zwischen Weihnachten und Silvester fällt in jeder Runde von Hundemenschen dieser Satz: „Also meine Oma hat ihrem Dackel immer einen Löffel Eierlikör gegeben, dann hat er die ganze Nacht geschlafen.“
Ich verstehe den Gedanken. Wenn man seinen Hund leiden sieht, greift man nach allem, was nach Hilfe klingt.
Trotzdem bitte nicht. Alkohol ist für Hunde giftig, und schon kleine Mengen können vor allem bei kleinen Hunden gefährlich werden. Und selbst wenn der Hund danach müde wirkt, nimmt der Alkohol ihm die Angst nicht weg. Er macht ihn nur benommen, und ein benommener Hund, der Angst hat, ist eher noch hilfloser.
Den Eierlikör trinkst du am besten selbst, um Mitternacht, mit dem Hund im Arm. Das hilft zumindest einem von euch beiden.

Der Silvestertag: So läuft er am entspanntesten
Tagsüber auslasten, abends ruhig bleiben
Geh am 31. Dezember tagsüber eine richtig lange, schöne Runde, am besten am Vormittag, wenn es noch ruhig ist. Ein Hund, der sich ausgetobt und viel geschnüffelt hat, kann abends leichter abschalten.
Füttere die Hauptmahlzeit lieber früher am Nachmittag. Viele Hunde fressen mit Angst nichts mehr, und ein voller Bauch macht ohnehin müde.
Die letzte Pipi-Runde machst du, bevor es dunkel wird und die ersten Raketen fliegen. Danach nur noch ganz kurz vor die Tür, wenn es unbedingt sein muss.
Die Wohnung zur Höhle machen
Rollos runter, Vorhänge zu, damit die Lichtblitze draußen bleiben. Mach Musik oder den Fernseher an, nicht übertrieben laut, aber laut genug, um die ersten Knaller etwas abzufangen. Viele Hunde entspannen sich gut bei gleichmäßigen Geräuschen.
Und dann gib deinem Hund etwas zum Kauen oder Schlecken. Kauen und Schlecken wirken auf viele Hunde beruhigend, und ein guter Kauartikel ist an diesem Abend jeden Cent wert. Ideen, wie du deinen Hund drinnen sinnvoll beschäftigst, findest du in unserem Artikel Hund drinnen beschäftigen.
Trösten ist erlaubt
Lange hieß es, man dürfe einen ängstlichen Hund nicht trösten, weil man die Angst sonst „belohnt“. Das sehen Verhaltensforscher:innen heute anders. Angst ist ein Gefühl, und ein Gefühl wird nicht stärker, wenn jemand da ist, der hilft.
Wenn dein Hund deine Nähe sucht, darfst du sie ihm geben. Sprich ruhig mit ihm, leg ihm die Hand auf, lass ihn unter deine Decke. Wenn er lieber allein in seiner Höhle liegen will, lass ihn auch das.
Das Einzige, was nicht hilft: selbst hektisch werden. Hunde lesen uns sehr genau. Je ruhiger du bist, desto leichter wird es für ihn.
Unser Tipp: Lass deinen Hund an Silvester möglichst nicht allein. Wenn es gar nicht anders geht, plane einen Hundesitter ein, den dein Hund gut kennt, und üb das Alleinsein schon vorher. Mehr dazu, warum manche Hunde das Alleinsein so schwer aushalten, liest du hier: Trennungsangst beim Hund.
Die größte Gefahr: wenn dein Hund davonläuft
Rund um den Jahreswechsel laufen so viele Hunde davon wie zu keiner anderen Zeit im Jahr. Haustierregister und Tierheime erzählen jedes Jahr dieselbe Geschichte: Ein Böller kracht, der Hund erschrickt, macht einen Satz nach hinten, rutscht aus dem Halsband oder reißt sich los. Und ein Hund in Panik läuft, ohne zu wissen wohin. Oft kilometerweit, oft über Straßen.
Ich weiß, wie sich dieser Moment anfühlt, auch ohne Feuerwerk. Als Bjarki noch ein junger Hund war, ist mir an einer gekauften Leine der Karabiner gebrochen. Bjarki ist ein großer Jagdhund-Mischling mit rund 30 kg und sehr viel Energie, und als Junghund hat er ordentlich gezogen. Plötzlich stand er frei auf der Straße. Es ist zum Glück gut ausgegangen, aber diese Sekunden vergesse ich nicht. Sie sind einer der Gründe, warum ich irgendwann angefangen habe, eigene Leinen zu fertigen.
An Silvester ist so ein Moment noch viel gefährlicher. Ein Hund in Todesangst bleibt nicht nach ein paar Metern stehen und schnüffelt, er rennt.
So sicherst du deinen Hund an den Tagen rund um Silvester ab:

Ein Halsband, aus dem dein Hund nicht herausrutscht
Erschrickt ein Hund und zieht ruckartig nach hinten, schlüpft er bei einem zu locker sitzenden Halsband leicht mit dem Kopf heraus. Besonders Hunde mit schmalem Kopf, zum Beispiel Windhunde, schaffen das in Sekunden.
Ein Zugstopp-Halsband zieht sich bei Zug bis zu einem festen Punkt zusammen und wird so enger als der Kopf. Richtig eingestellt würgt es dabei nicht. Damit das funktioniert, muss es richtig eingestellt sein: Locker im normalen Alltag, aber zugezogen nicht mehr über den Kopf zu streifen.
Wenn du unsicher bist, welche Größe dein Hund braucht, hilft dir unsere Messanleitung, oder du schreibst uns einfach.
Doppelt sichern, auch wenn es übertrieben wirkt
Für die Tage um Silvester darf es ruhig doppelt sein: Halsband plus gut sitzendes Geschirr, und die Leine an beidem befestigt. Bei einer verstellbaren Leine mit 2 Karabinern geht das ganz einfach, ein Ende ans Halsband, eines ans Geschirr. Wenn dein Hund aus einem herausrutscht, hält ihn das andere.
Und die Leine bleibt an diesen Tagen in der Hand, auch auf der Hundewiese, auch beim Hund, der „sonst nie wegläuft“. Ein Knall reicht.
Ein Sicherheitsgeschirr für Hunde, die sich überall herauswinden
Manche Hunde schaffen es in Panik, sich rückwärts aus jedem normalen Geschirr herauszuwinden. Für sie gibt es Sicherheitsgeschirre: Sie haben zusätzlich zu Brust- und Halsgurt einen weiteren Gurt hinten am Bauch, und an dem kommt ein Hund auch beim Rückwärtsziehen nicht vorbei.
Auf Wunsch fertigen wir dir gern ein Sicherheitsgeschirr nach Maß. Unsere Geschirre sind ohnehin komplett maßgefertigt: Carla schneidet jeden Riemen einzeln von Hand zu, misst ihn aus und misst das fertige Geschirr geschlossen noch einmal nach.
Schreib uns einfach an info@pawsome-shop.at oder über unsere Kontaktseite, dann besprechen wir die Maße mit dir. Wenn du nicht selbst messen möchtest, kannst du uns auch das bisherige Geschirr deines Hundes als Muster schicken. Ab dem Tag, an dem es bei uns in der Werkstatt ankommt, brauchen wir dann ungefähr 10 Werktage bis zum Versand. Plan also etwas Zeit ein, damit dein Hund das neue Geschirr vor Silvester noch in Ruhe kennenlernt.
Schau dir auch Karabiner und Nähte deiner Leine einmal genau an, bevor es losgeht. Für unsere Lederleinen verwenden wir Beschläge aus dem Reitsport, die laut Hersteller bis 250 kg Bruchlast halten. Alte, abgenutzte Karabiner oder ausgeleierte Federn sind genau das, was in der einen Schrecksekunde nachgibt.
Eine Hundemarke mit deiner Telefonnummer
Der Chip ist wichtig, aber ihn kann nur jemand auslesen, der ein Lesegerät hat. Die Person, die deinen Hund um 1 Uhr nachts zitternd in ihrem Vorgarten findet, hat meistens keins. Was sie sofort lesen kann, ist eine Hundemarke mit deiner Telefonnummer.
Bei unseren Marken schlägt Stefan Namen und Nummer per Hand mit Hammer und Metallstift ein, die Telefonnummer läuft gerundet am Rand entlang. Das ist in einer dunklen Nacht mit Taschenlampe noch gut lesbar.
Unser Tipp: Kontrolliere jetzt, ob der Chip deines Hundes registriert ist und deine Daten aktuell sind. In Österreich muss jeder Hund in der Heimtierdatenbank gemeldet sein, in Deutschland lohnt sich zusätzlich die kostenlose Registrierung bei TASSO oder FINDEFIX. Und mach ein aktuelles Foto von deinem Hund, auf dem man ihn gut erkennt. Falls er doch davonläuft, hast du es sofort zur Hand.
Nach Silvester: wenn dein Hund nicht mehr raus will
Für viele Hunde ist Silvester am 1. Jänner nicht vorbei. Es knallt noch tagelang vereinzelt, und manche Hunde haben nach einer schlimmen Nacht Angst vor genau der Straße, in der es passiert ist.
Wenn dein Hund nicht mehr aus der Tür will oder draußen nicht pinkelt, hilft vor allem Geduld. Geh zu ruhigen Zeiten, am frühen Morgen oder am Vormittag, nimm eine andere Route als sonst oder fahr für ein paar Tage an einen ruhigen Ort zum Spazieren. Kurze Runden sind völlig in Ordnung.
Wenn dein Hund gar nicht mehr pinkelt, nichts frisst oder die Angst nach einigen Wochen nicht besser wird, sprich bitte mit eurer Tierärztin oder einer Hundetrainerin. Je früher man daran arbeitet, desto weniger setzt sich die Angst fest.
Häufige Fragen rund um Hund und Silvester
Ab wann sollte ich meinen Hund auf Silvester vorbereiten?
Am besten jetzt im November. Für Geräuschtraining, Gehörschutz und einen Test mit Medikamenten brauchst du mehrere Wochen. Einen Rückzugsort einrichten und deinen Hund doppelt sichern kannst du auch noch kurzfristig.
Darf ich meinem Hund an Silvester Eierlikör geben?
Nein. Alkohol ist für Hunde giftig, schon in kleinen Mengen. Er macht den Hund benommen, nimmt ihm aber nicht die Angst. Wenn dein Hund große Angst hat, sprich lieber mit eurer Tierärztin über passende Medikamente.
Hilft Gehörschutz für Hunde an Silvester?
Er kann helfen, wenn dein Hund ihn vorher in Ruhe kennengelernt hat. Ohne Gewöhnung stresst er viele Hunde zusätzlich. Fang also mehrere Wochen vorher an, in kleinen Schritten und mit Leckerlis.
Kann ich meinen Hund an Silvester allein lassen?
Wenn es irgendwie geht, lieber nicht. Selbst entspannte Hunde können in dieser Nacht in Panik geraten, und allein ist die Gefahr größer, dass sie sich verletzen oder versuchen, zu flüchten. Plane eine Person ein, die dein Hund gut kennt.
Welches Geschirr ist ausbruchsicher?
Am sichersten ist ein Sicherheitsgeschirr mit einem zusätzlichen Bauchgurt, das gut sitzt. Damit kann ein Hund auch beim panischen Rückwärtsziehen nicht herausschlüpfen. Wir fertigen Sicherheitsgeschirre auf Wunsch nach Maß, schreib uns dafür einfach eine Nachricht.
Wann soll ich an Silvester mit meinem Hund Gassi gehen?
Die große Runde am Vormittag, die letzte Pipi-Runde vor Einbruch der Dunkelheit. Danach nur noch kurz und immer an der Leine, am besten doppelt gesichert an Halsband und Geschirr.
Mein Hund ist nach Silvester verstört, was kann ich tun?
Gib ihm Zeit, geh zu ruhigen Uhrzeiten und auf ruhigen Wegen und belohne ihn draußen großzügig. Wenn die Angst nach einigen Wochen nicht nachlässt oder er nicht mehr frisst oder pinkelt, hol dir Unterstützung von Tierärztin oder Hundetrainerin.
Fazit: Silvester ist eine Nacht, und die schafft ihr zusammen
Am Ende ist Silvester eine einzige Nacht im Jahr, auch wenn sie sich für Hund und Mensch manchmal wie drei anfühlt. Mit einem gemütlichen Rückzugsort, ein paar Wochen Vorbereitung, einem sicheren Halsband und einer Marke mit deiner Nummer nimmst du deinem Hund schon einen großen Teil des Schreckens. Den Rest erledigst du, indem du einfach da bist.
Und irgendwann, meistens so gegen halb 2, wird es draußen ruhiger. Dein Hund seufzt einmal tief, legt den Kopf auf deinen Fuß und schläft endlich ein. Du sitzt auf dem Wohnzimmerboden, der Eierlikör ist warm geworden und das Raclette kalt, und du würdest dich um nichts in der Welt bewegen.
Ich überlege übrigens ernsthaft, nächstes Jahr Gehörschutz für Hundehalter:innen ins Sortiment zu nehmen. Mit eingebautem Kuschelkissen für den Wohnzimmerboden. Ich nehme schon Vorbestellungen an.

Und jetzt du: Wie verbringt ihr Silvester mit eurem Hund? Habt ihr einen Trick, der bei euch wirklich hilft, oder flüchtet ihr jedes Jahr aufs Land? Erzähl es uns in den Kommentaren oder schreib uns auf Instagram, wir sammeln eure besten Tipps.
Damit dein Hund gut durch die Silvesternacht kommt
- Hundemarken mit Gravur - mit Name und Telefonnummer, per Hand in Wien geschlagen, in Messing oder Edelstahl
- Zugstopp-Halsbänder - für Hunde, die beim Erschrecken gern rückwärts aus dem Halsband schlüpfen
- Hundegeschirre nach Maß - für die doppelte Sicherung an Halsband und Geschirr, auf Wunsch auch als Sicherheitsgeschirr mit Bauchgurt (einfach anfragen)
- Lederleinen - zum Beispiel unsere Lederleine „Bjarki“, mit Beschlägen aus dem Reitsport
- Beschäftigungsspielzeug - zum Kauen, Schnüffeln und Runterkommen
- Kuschelige Hundedecken - für die gemütliche Silvesterhöhle





















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